(Download) "Die Lieblingssprache. Eine empirische Studie zur SprachprÀferenz bei Bilingualen am Beispiel Portugiesisch-Deutsch" by Kia Herbers ~ eBook PDF Kindle ePub Free
eBook details
- Title: Die Lieblingssprache. Eine empirische Studie zur SprachprÀferenz bei Bilingualen am Beispiel Portugiesisch-Deutsch
- Author : Kia Herbers
- Release Date : January 30, 2015
- Genre: Language Arts & Disciplines,Books,Professional & Technical,Education,
- Pages : * pages
- Size : 1438 KB
Description
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachĂŒbergreifend), Note: 1,3, Johannes Gutenberg-UniversitĂ€t Mainz (Fachbereich 06 - Germersheim - FTSK), Sprache: Deutsch, Abstract: Was ist Bilingualismus, wann ist von Bilingualismus die Rede? Wenn fĂŒr einige das bloĂe Kommunizieren in zwei Sprachen dem Begriff Zweisprachigkeit gerecht wird, ist er fĂŒr andere, im engeren Sinne, erst angebracht, wenn beide Sprachen ausgeglichen oder beinahe ausgeglichen in Wort und Schrift beherrscht werden (Wei 2007:14). Das Beherrschen einer Sprache variiert durch die Art der Zweisprachigkeit und kann sich im Laufe des Lebens von einer zur anderen Sprache verlagern. Das Interesse fĂŒr eine empirische Untersuchung von Zweisprachigkeit wurde durch meine eigene Zweisprachigkeit ausgelöst. Ich bin als Deutsche in Portugal aufgewachsen, habe eine portugiesische Schule besucht und zu Hause nur Deutsch gesprochen. Ich habe mir schon immer die Frage gestellt, warum ich lieber deutsch spreche und lese, als portugiesisch, die Sprache, die ich besser beherrsche. Dass ich lieber in Deutsch lese, ist mir insofern klar, als dass in Portugal eine signifikante LiteraturlĂŒcke herrscht, viele der bekanntesten internationalen Autoren sind nicht einmal ĂŒbersetzt. Das hat meine LektĂŒregewohnheiten durchaus beeinflusst. Aber sprechen? Wie kommt das, geht es anderen Bilingualen auch so? Einige VorĂŒberlegungen zum Thema Ă€uĂerten sich folgendermaĂen: Wenn davon ausgegangen wird, dass ein Zweisprachiger beide Sprachen regelmĂ€Ăig verwendet, hat sich dann eine subjektive PrĂ€ferenz fĂŒr eine dieser Sprachen entwickelt? Da SubjektivitĂ€t nur schlecht definier- und messbar ist, wird PrĂ€ferenz anhand der Sprachwahl in unterschiedlichen Bereichen untersucht. Kielhöfer/Jonekeit behaupten: ''Allgemein gesehen ist die besser beherrschte Sprache die starke Sprache. Der Zweisprachige bevorzugt sie bei freier Sprachwahl, weil er sie besser kann, und er beherrscht sie wiederum besser, weil er sie hĂ€ufiger benutzt'' (1995:12). Im Kontrast hierzu behaupten MĂŒller et al., dass ''die Verwendung der prĂ€ferierten Sprache mit anderen Kindern, die auch zweisprachig sind, sowie die Traumsprache nicht notwendigerweise etwas darĂŒber [aussagt], wie gut ein Kind eine Sprache beherrscht'' (2007: 84). Diesen beiden Thesen möchte ich im Verlauf dieser Arbeit mithilfe unterschiedlicher Variablen nachgehen. HĂ€ngt diese PrĂ€ferenz mit der Familiensprache, bzw. Mutter- oder Vatersprache, oder eher mit der Sprache, die in der Umgebung und dem sozialen Netzwerk gesprochen wird, zusammen? Ist die stĂ€rkere Sprache wirklich die bevorzugte?